
Unser aktuelles Projekt
(voraussichtlich bis 2029)
Gewaltfreie Zukunft für Mädchen in Äthiopien
Ausgangslage:
In Äthiopien sind viele Kinder und Jugendliche tagtäglich von Gewalt bedroht. Auch in der Region Benishangul-Gumuz im Westen Äthiopiens schaffen Armut, anhaltende Konflikte und humanitäre Krisen ein Umfeld, in dem vor allem Mädchen und junge Frauen besonders gefährdet sind. Geschlechtsspezifische Gewalt ist weit verbreitet und tief in patriarchalen Normen und Strukturen verwurzelt. Frühverheiratung betrifft mehr als die Hälfte der Mädchen in der Region.
Infolge der Heirat brechen die Mädchen oft ihre Schulbildung ab und geraten in Abhängigkeit. Meist werden sie dann schon als Teenager schwanger, was mit Komplikationen sowohl für das ungeborene Kind als auch für die junge Mutter einhergehen kann.
Rund 65 Prozent der Frauen in Benishangul-Gumuz haben Formen von weiblicher Genitalverstümmelung erlebt. Obwohl diese Praxis gesetzlich verboten ist und es Aufklärung über die Gefahren gibt, ist sie noch immer weit verbreitet.
Die psychischen und gesundheitlichen Folgen können gravierend sein und die Mädchen und Frauen ein Leben lang schwer belasten.
Ziele:
- Stärkung von Jugendlichen, insbesondere Mädchen, damit sie ihre Rechte wahrnehmen können
- Schutz und Unterstützung für von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen
- Förderung der wirtschaftlichen Selbstständigkeit
- Einbindung von Männern als Partner
- Schulen werden zu sicheren Orten
- Gemeinden im Wandel und Schaffung gesundheitsförderlicher Strukturen
Maßnahmen:
- Öffentliche Kampagnen über die Gefahren von geschlechtsspezifischer Gewalt, Kinderheirat und weiblicher Genitalverstümmelung
- Ausstattung von zwei Frauenhäusern und Unterstützung von Frauen, die Gewalt erlebt haben
- Workshops mit 300 lokalen Führungspersonen
- Bau von „sicheren Räumen für Mädchen“ an Schulen und nach Geschlechtern getrennten Sanitäranlagen
- Gründung von Jugendclubs mit 1.800 Schüler:innen
- Schulung von 400 Mitarbeiter: innen im Gesundheits- und Sozialwesen
Durch Jugendclubs, Austausch und Dialogveranstaltungen fördern wir eine Kultur der Mitgestaltung. So lernen Jugendliche, Eltern und Gemeindemitglieder, selbst aktiv zu werden und Verantwortung für ihre eigenen Schutz- und Entwicklungsbedürfnisse zu übernehmen.
Prüfung und Bewertung:
Zu Beginn des Projektes setzen wir klare Indikatoren fest, die im Projektverlauf regelmäßig gemessen werden. Diese Daten erfassen wir fortlaufend und gleichen sie mit den Projektzielen ab. Neben der internen Dokumentation führen wir halbjährliche
Monitoring-Treffen mit Vertreter:innen lokaler Behörden, Fachkräften aus Gesundheit, Bildung und Polizei sowie Gemeindevertreter: innen durch. In Schulen und öffentlichen Einrichtungen richten wir zudem anonyme Boxen ein, in die Jugendliche, Eltern und andere Gemeindemitglieder ihre Rückmeldungen einwerfen können.
Bisher geförderte und abgeschlossene Projekte




